Sabine Schuster Storytelling

Ein Leben als Buch. Die Geschichte einer Mutter oder eines Vaters, aus fünf Gesprächen.

Geschenkt zum runden Geburtstag. Fünf Gespräche am Telefon. Sie oder er muss nichts vorbereiten und nichts schreiben. Nur erzählen, ich frage nach, und dann schreibe ich es auf.

warum ich das machemeine großeltern

Warum ich Lebensgeschichten aufschreibe

Meine beiden Großväter haben Kriege erlebt und danach wieder aufgebaut, der eine als Künstler, der andere als Selbstständiger. Meine Großmütter haben dabei den ganzen Alltag getragen: die Familie, den Haushalt und alles, woran sonst keiner dachte.

Die einen habe ich nicht lange genug gekannt. Die anderen schon, aber ich habe nicht zu schätzen gewusst, was sie mir hätten erzählen können. Heute hätte ich so viele Fragen. Wie man nach einem Krieg wieder anfängt. Wie man als Künstler davon lebt. Wie man das alles gleichzeitig schafft.

Meine Großeltern, um 1955: ein Paar im Sommerkleid und weißen Hemd, das sich in einem Park anschaut
Meine Großeltern, um 1955.
Meine anderen Großeltern, 2010: ein älteres Paar lachend in einem Fotorahmen bei einer Geburtstagsfeier
Meine anderen Großeltern, 2010.

Darum schreibe ich heute Lebensgeschichten auf. Damit andere Familien nicht erst merken, was fehlt, wenn niemand mehr erzählt.

der anlassein datum

Sie hat es hundertmal erzählt. Aufgeschrieben hat es niemand.

Die Sache mit dem Fahrrad, der erste Winter in der neuen Wohnung, der Tag, an dem sie beinahe nicht gefahren wäre. Jeder am Tisch kennt die Geschichte. Sie existiert in ihrem Kopf und in den Erinnerungen der Familie an ihre Erzählung, und sie ist nirgends festgehalten.

Das Buch entsteht aus fünf Gesprächen am Telefon, jedes so lang, wie das Erzählen trägt, meist eine bis eineinhalb Stunden. Kein Computer, keine Technik, kein Fragebogen. Die Mutter oder der Vater muss nichts vorbereiten. Sie oder er erzählt, ich frage nach, und dann schreibe ich es auf, in ihren eigenen Worten.

Anlässe, zu denen es passt: der Siebzigste, der Achtzigste, die goldene Hochzeit, der Ruhestand, der Auszug aus dem Haus.

die leseprobeso klingt es

Eine Leseprobe: Das grüne Rad.

Das Fahrrad hat mein Vater mir nicht gekauft. Er hat es gebaut, aus zwei alten, im Winter 1955, in der Waschküche, weil es in der Werkstatt zu kalt war. Ich war neun und durfte nicht zuschauen. Ich habe trotzdem zugeschaut, durch das Schlüsselloch, jeden Abend nach dem Essen.

Zu Weihnachten stand es dann im Vorhaus, grün gestrichen, mit einem Sattel, der nicht zum Rahmen gepasst hat. Meine Schwester hat gelacht. Ich habe nicht gelacht. Ich habe gewusst, wie viele Abende da drin sind.

Fahren konnte ich erst im März, so viel Schnee ist gelegen. Und dann bin ich gleich am ersten Tag in den Bach gefahren, beim Steg hinter der Mühle, weil ich mich umgedreht habe, ob er mir nachschaut. Er hat nachgeschaut. Er ist auch hineingestiegen, bis zu den Knien, in den Sonntagsschuhen, und hat zuerst das Rad herausgeholt und dann mich.

Geschimpft hat er nicht. Er hat nur gesagt: Nach vorn schauen, Mädl. Hinter dir bin eh ich.

Den Satz habe ich mir gemerkt. Ich habe ihn meinen Kindern gesagt, als sie Radfahren gelernt haben. Und später noch einmal, als es um anderes gegangen ist als ums Radfahren.

So klingt ein Kapitel: in ihren Worten, aus einem Gespräch am Telefon. Musterfall, geschrieben zur Veranschaulichung; Personen und Orte sind erfunden.

Anfrage stellen

der ablauffünf schritte

Wie es abläuft

  1. Unten im Formular steht, für wen das Buch ist und zu welchem Anlass, oder Sie wählen gleich einen Termin. Dann telefonieren wir fünfzehn Minuten. Danach kommt ein Angebot; die Hälfte wird bei Auftrag bezahlt, der Rest bei Druckfreigabe.
  2. Ich rufe die Mutter oder den Vater an, zwanzig Minuten, ohne Aufnahme. Wir lernen uns kennen und legen die fünf Termine fest, meist im Wochenabstand. Auf Wunsch ist bei diesem ersten Gespräch jemand aus der Familie dabei.
  3. Fünf Gespräche am Telefon, meist eine bis eineinhalb Stunden. Mitten in einer Geschichte höre ich nicht auf. Ich zeichne sie auf, mit ihrem Einverständnis, damit ich zuhören kann, statt mitzuschreiben. Es gibt keinen Fragebogen. Das Entscheidende kommt fast nie auf die erste Frage.
  4. Ich schreibe. Zwei Wochen später liest sie den Text, in großer Schrift, auf Papier. Sie streicht, was nicht hinein soll, und ergänzt, was fehlt. Eine Überarbeitung ist enthalten.
  5. Nach ihrer Freigabe kommen die Fotos dazu, bis zu dreißig. Dann Korrektorat und Satz. Zehn Wochen nach dem ersten Gespräch liegt das fertige Buch bei der Familie, gebunden.

was giltvier sätze

Sie hat das letzte Wort.

Die Mutter oder der Vater entscheidet, was drinsteht. Wer das Buch schenkt, sieht den Text erst nach der Freigabe. Ein Überraschungsbuch gibt es nicht, das Projekt beginnt erst mit ihrem Ja.

Über andere Menschen steht nichts, was sie verletzen würde. Auch nicht in einem Buch, das nur die Familie liest.

Kann sie die Gespräche nicht zu Ende führen, wird das Buch aus dem vorhandenen Material fertig, ohne Aufpreis.

Die Aufnahmen bleiben bei mir und werden sechs Monate nach Lieferung gelöscht. Wer sie behalten will, bekommt sie vorher als Datei.

warum nicht selbsteine ehrliche frage

Warum nicht einfach selbst fragen?

Weil man es sich vornimmt und dann nicht tut. Weil Eltern ihren Kindern manches anders erzählen als einer Fremden, die nur zuhört und nicht schon alles zu wissen glaubt. Und weil aus Gesprächen noch kein Buch wird: Fünf Gespräche lang zuhören, auswählen, ordnen und so schreiben, dass man ihre Stimme hört, das sind Wochen Arbeit.

Am Ende liegt ein gebundenes Buch auf dem Tisch, in ihren eigenen Worten. Geschwister teilen sich das Geschenk oft. Zu dritt sind es weniger als 1.000 Euro pro Person.

die preiseendpreise

Was es kostet

Das Kapitel

690 €

  • Ein Gespräch am Telefon, meist eine bis eineinhalb Stunden
  • Acht bis zwölf Seiten als gebundenes Heft
  • Zum Anfangen, für alle, die erst sehen wollen, wie es wird
  • Innerhalb von sechs Monaten auf das Buch anrechenbar

Das Buch

2.900 €

  • Fünf Gespräche am Telefon, meist je eine bis eineinhalb Stunden
  • Rund 60 Seiten, mit bis zu dreißig Fotos
  • Eine Überarbeitung, ein gebundenes Exemplar und die Druckdatei
  • Zehn Wochen nach dem ersten Gespräch

Das Familienbuch

4.900 €

  • Zwei Erzählende, acht Gespräche am Telefon
  • Rund 100 Seiten, mit bis zu vierzig Fotos
  • Eine Überarbeitung, ein gebundenes Exemplar und die Druckdatei
  • Zeitplan nach dem ersten Telefonat

Endpreise. Als Kleinunternehmerin weise ich keine Umsatzsteuer aus. Die Hälfte bei Auftrag, der Rest bei Druckfreigabe. Ein gebundenes Exemplar ist enthalten. Weitere Bücher lassen sich über einen eigenen Link in beliebiger Anzahl nachbestellen, direkt an die eigene Adresse. Geschwister teilen sich das Geschenk oft; die Rechnung geht an eine Person.

Für ein Buch unter dem Weihnachtsbaum beginnen wir bis 12. Oktober.

Zu Weihnachten gibt es das Buch auch als Gutschein: Unter dem Baum liegt die Einladung zu den fünf Gesprächen. Wann begonnen wird, bestimmt die Familie. Bezahlt wird wie beim Buch, die Hälfte bei Auftrag.

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Sabine Schuster

Ich höre zu, und dann schreibe ich.

Autorin in St. Pölten. Davor viele Berufsjahre im internationalen Projektmanagement, mit vielen Beteiligten, langen Projekten und festen Terminen. Heute schreibe ich selbst, für Betriebe und für Familien. Die Gespräche führe ich am Telefon, deutschsprachig, für Erzählende überall.

Wie ein Kapitel klingt, wenn jemand zuhört, statt einen Fragebogen zu schicken, zeigt die Leseprobe weiter oben.

die anfragevier angaben

Kurz erzählen, worum es geht.

Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen mit einem Vorschlag für unser Telefonat.

Lieber gleich kurz sprechen? Fünfzehn Minuten am Telefon, Termin selbst wählen. Kostenlos und unverbindlich.

Ich verwende die Angaben nur, um zu antworten. Näheres in der Datenschutzerklärung.

Lieber direkt? hallo@sabineschuster.at