Geschenkt zum runden Geburtstag. Fünf Gespräche am Telefon. Sie oder er muss nichts vorbereiten und nichts schreiben. Nur erzählen, ich frage nach, und dann schreibe ich es auf.
warum ich das machemeine großeltern
Meine beiden Großväter haben Kriege erlebt und danach wieder aufgebaut, der eine als Künstler, der andere als Selbstständiger. Meine Großmütter haben dabei den ganzen Alltag getragen: die Familie, den Haushalt und alles, woran sonst keiner dachte.
Die einen habe ich nicht lange genug gekannt. Die anderen schon, aber ich habe nicht zu schätzen gewusst, was sie mir hätten erzählen können. Heute hätte ich so viele Fragen. Wie man nach einem Krieg wieder anfängt. Wie man als Künstler davon lebt. Wie man das alles gleichzeitig schafft.
Darum schreibe ich heute Lebensgeschichten auf. Damit andere Familien nicht erst merken, was fehlt, wenn niemand mehr erzählt.
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Die Sache mit dem Fahrrad, der erste Winter in der neuen Wohnung, der Tag, an dem sie beinahe nicht gefahren wäre. Jeder am Tisch kennt die Geschichte. Sie existiert in ihrem Kopf und in den Erinnerungen der Familie an ihre Erzählung, und sie ist nirgends festgehalten.
Das Buch entsteht aus fünf Gesprächen am Telefon, jedes so lang, wie das Erzählen trägt, meist eine bis eineinhalb Stunden. Kein Computer, keine Technik, kein Fragebogen. Die Mutter oder der Vater muss nichts vorbereiten. Sie oder er erzählt, ich frage nach, und dann schreibe ich es auf, in ihren eigenen Worten.
Anlässe, zu denen es passt: der Siebzigste, der Achtzigste, die goldene Hochzeit, der Ruhestand, der Auszug aus dem Haus.
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Das Fahrrad hat mein Vater mir nicht gekauft. Er hat es gebaut, aus zwei alten, im Winter 1955, in der Waschküche, weil es in der Werkstatt zu kalt war. Ich war neun und durfte nicht zuschauen. Ich habe trotzdem zugeschaut, durch das Schlüsselloch, jeden Abend nach dem Essen.
Zu Weihnachten stand es dann im Vorhaus, grün gestrichen, mit einem Sattel, der nicht zum Rahmen gepasst hat. Meine Schwester hat gelacht. Ich habe nicht gelacht. Ich habe gewusst, wie viele Abende da drin sind.
Fahren konnte ich erst im März, so viel Schnee ist gelegen. Und dann bin ich gleich am ersten Tag in den Bach gefahren, beim Steg hinter der Mühle, weil ich mich umgedreht habe, ob er mir nachschaut. Er hat nachgeschaut. Er ist auch hineingestiegen, bis zu den Knien, in den Sonntagsschuhen, und hat zuerst das Rad herausgeholt und dann mich.
Geschimpft hat er nicht. Er hat nur gesagt: Nach vorn schauen, Mädl. Hinter dir bin eh ich.
Den Satz habe ich mir gemerkt. Ich habe ihn meinen Kindern gesagt, als sie Radfahren gelernt haben. Und später noch einmal, als es um anderes gegangen ist als ums Radfahren.
So klingt ein Kapitel: in ihren Worten, aus einem Gespräch am Telefon. Musterfall, geschrieben zur Veranschaulichung; Personen und Orte sind erfunden.
der ablauffünf schritte
was giltvier sätze
Die Mutter oder der Vater entscheidet, was drinsteht. Wer das Buch schenkt, sieht den Text erst nach der Freigabe. Ein Überraschungsbuch gibt es nicht, das Projekt beginnt erst mit ihrem Ja.
Über andere Menschen steht nichts, was sie verletzen würde. Auch nicht in einem Buch, das nur die Familie liest.
Kann sie die Gespräche nicht zu Ende führen, wird das Buch aus dem vorhandenen Material fertig, ohne Aufpreis.
Die Aufnahmen bleiben bei mir und werden sechs Monate nach Lieferung gelöscht. Wer sie behalten will, bekommt sie vorher als Datei.
warum nicht selbsteine ehrliche frage
Weil man es sich vornimmt und dann nicht tut. Weil Eltern ihren Kindern manches anders erzählen als einer Fremden, die nur zuhört und nicht schon alles zu wissen glaubt. Und weil aus Gesprächen noch kein Buch wird: Fünf Gespräche lang zuhören, auswählen, ordnen und so schreiben, dass man ihre Stimme hört, das sind Wochen Arbeit.
Am Ende liegt ein gebundenes Buch auf dem Tisch, in ihren eigenen Worten. Geschwister teilen sich das Geschenk oft. Zu dritt sind es weniger als 1.000 Euro pro Person.
die preiseendpreise
690 €
2.900 €
4.900 €
Endpreise. Als Kleinunternehmerin weise ich keine Umsatzsteuer aus. Die Hälfte bei Auftrag, der Rest bei Druckfreigabe. Ein gebundenes Exemplar ist enthalten. Weitere Bücher lassen sich über einen eigenen Link in beliebiger Anzahl nachbestellen, direkt an die eigene Adresse. Geschwister teilen sich das Geschenk oft; die Rechnung geht an eine Person.
Für ein Buch unter dem Weihnachtsbaum beginnen wir bis 12. Oktober.
Zu Weihnachten gibt es das Buch auch als Gutschein: Unter dem Baum liegt die Einladung zu den fünf Gesprächen. Wann begonnen wird, bestimmt die Familie. Bezahlt wird wie beim Buch, die Hälfte bei Auftrag.
wer schreibtsabine schuster
Autorin in St. Pölten. Davor viele Berufsjahre im internationalen Projektmanagement, mit vielen Beteiligten, langen Projekten und festen Terminen. Heute schreibe ich selbst, für Betriebe und für Familien. Die Gespräche führe ich am Telefon, deutschsprachig, für Erzählende überall.
Wie ein Kapitel klingt, wenn jemand zuhört, statt einen Fragebogen zu schicken, zeigt die Leseprobe weiter oben.
die anfragevier angaben
Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen mit einem Vorschlag für unser Telefonat.
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